Die goldene Ära der frühen 2000er habe ich knapp verpasst – ich war schlicht zu jung. Auf meiner ersten öffentlichen LAN-Party stand ich dann mit 16, und seitdem hat mich das Thema nicht mehr losgelassen: das Schleppen, das Aufbauen, die Nacht, in der plötzlich alle gleichzeitig online sind.
Angefangen hat meine IT-Laufbahn ganz unspektakulär mit einem Counter-Strike-Server für mein Clan. Dass mich das mal in die IT-Welt führen würde, war überhaupt nicht der Plan – es hat sich einfach so ergeben.
Geprägt hat mich vor allem die W2TJ. Dort durfte ich mich ausprobieren, Dinge kaputt machen und wieder reparieren – Learning by Doing statt Zertifikatskurs. Routing, VLANs, Virtualisierung, Storage, Hochverfügbarkeit: das meiste davon habe ich mir zwischen zwei LANs beigebracht, weil es zur nächsten Party einfach laufen musste.
Meine beste IT-Schule war eine LAN-Party.
Ansonsten bin ich ein ziemlich lockerer Typ: lieber pragmatisch als perfekt, lieber selbst gebaut als eingekauft, und für einen guten Kalauer im Teamspeak immer zu haben.
Wobei „pragmatisch“ bei mir eine dehnbare Angabe ist: Ich neige ziemlich stark zum Over-Engineering. Gerade bei der W2TJ – da steht dann schon mal ein redundanter Cluster für ein Wochenende mit 60 Leuten. Reicht ein einzelner Server? Klar. Baue ich trotzdem drei? Auch klar.