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Stephan Schaffner

aka Gamienator

A Nerd who loves LAN Partys

Ich organisiere LAN-Partys, baue ihre Netzwerke und Server – und spiele dann selbst mit. Was als Counter-Strike-Server fürs eigene Clan anfing, ist heute mein Beruf und immer noch mein liebstes Hobby.

Portrait von Stephan Schaffner
LAN Crew
  • seit 2013 in der LAN-Orga
  • 2× im Jahr W2TJ LAN-Party
  • 1.300+ Gäste auf der größten LAN
  • 100% Linux auf meinen Servern

// über mich

Erst gezockt, dann verkabelt

Die goldene Ära der frühen 2000er habe ich knapp verpasst – ich war schlicht zu jung. Auf meiner ersten öffentlichen LAN-Party stand ich dann mit 16, und seitdem hat mich das Thema nicht mehr losgelassen: das Schleppen, das Aufbauen, die Nacht, in der plötzlich alle gleichzeitig online sind.

Angefangen hat meine IT-Laufbahn ganz unspektakulär mit einem Counter-Strike-Server für mein Clan. Dass mich das mal in die IT-Welt führen würde, war überhaupt nicht der Plan – es hat sich einfach so ergeben.

Geprägt hat mich vor allem die W2TJ. Dort durfte ich mich ausprobieren, Dinge kaputt machen und wieder reparieren – Learning by Doing statt Zertifikatskurs. Routing, VLANs, Virtualisierung, Storage, Hochverfügbarkeit: das meiste davon habe ich mir zwischen zwei LANs beigebracht, weil es zur nächsten Party einfach laufen musste.

Meine beste IT-Schule war eine LAN-Party.

Ansonsten bin ich ein ziemlich lockerer Typ: lieber pragmatisch als perfekt, lieber selbst gebaut als eingekauft, und für einen guten Kalauer im Teamspeak immer zu haben.

Wobei „pragmatisch“ bei mir eine dehnbare Angabe ist: Ich neige ziemlich stark zum Over-Engineering. Gerade bei der W2TJ – da steht dann schon mal ein redundanter Cluster für ein Wochenende mit 60 Leuten. Reicht ein einzelner Server? Klar. Baue ich trotzdem drei? Auch klar.

Blick über die Halle einer großen LAN-Party
Da, wo es am schönsten ist: mitten drin.

// was ich zocke

Vom Zocken in die IT – und einmal direkt in den Job

Ich bin hauptsächlich in Shootern unterwegs, mit einem sehr hartnäckigen Faible für Arcade-Racer. Ein Spiel hat mich in die IT gebracht, ein anderes sogar direkt zu einem Arbeitgeber.

  • Lieblingsanekdote

    Warface → Crytek

    vom Zocken zum Arbeitsvertrag

    Ich habe Warface so intensiv gespielt, dass daraus tatsächlich ein Job wurde: ein Jahr bei Crytek. Aus dem Hobby wurde für eine Weile der Arbeitsplatz – das muss einem Spiel erst mal jemand nachmachen.

  • Counter-Strike

    wo alles anfing

    Der Clan brauchte einen Server, also habe ich einen aufgesetzt. Damit fing meine ganze IT-Geschichte an – ohne es zu merken.

  • Need for Speed

    jährliches Pflichtprogramm

    Underground 1, Underground 2 und Most Wanted (2005). Absolute Favoriten, die ich mir jedes Jahr aufs Neue gebe. Daran wird sich auch nichts mehr ändern.

  • Unreal Tournament & Co.

    Standardprogramm

    Unreal Tournament 2004 und Unreal Tournament 3 gehören zu meinen Favoriten. Generell gilt: Wenn gezielt werden muss, bin ich dabei – am liebsten im selben Raum wie die Gegner, denn Trashtalk funktioniert offline einfach besser.

  • LAN-Klassiker

    für die Nacht danach

    Coop-Sessions, Racing-Runden, Party-Games und die Konsolen-Playzone. Alles, was funktioniert, wenn um 3 Uhr niemand mehr ernsthaft kompetitiv sein will.

Stephan mit Headset an der LAN-Party

// stack

Womit ich arbeite

Zuhause bin ich in der Linux-Welt. Nichts davon steht hier, weil es gut klingt – das läuft alles im Einsatz, meistens unter Zeitdruck kurz vor einer LAN.

  • Debian

    Mein Standard-Fundament. Die meisten Erfahrungen habe ich hier gesammelt, und für fast alles ist es meine erste Wahl.

  • Proxmox VE

    Virtualisierung und Container für alles, was auf einer LAN laufen muss – vom Gameserver bis zum Monitoring.

  • Ceph

    Verteilter Storage im Cluster. Hier habe ich gelernt, was Hochverfügbarkeit wirklich bedeutet – inklusive der schmerzhaften Lektionen.

  • Ansible

    Alles, was ich zweimal machen müsste, mache ich einmal als Playbook. Der Aufbau vor Ort wird dadurch reproduzierbar.

  • Netzwerk

    VLANs, Routing, DHCP und DNS. Das Herzstück jeder LAN – und der Bereich, der mich am meisten reizt.

  • pfSense

    Firewall und Router an der Grenze zur Außenwelt. Regelwerk, NAT und Traffic-Shaping für ein paar Dutzend hungrige Clients.

  • Checkmk

    Monitoring für alles, was blinkt. Lieber vorher wissen, dass ein Switch-Port zickt, als es von 60 Leuten gleichzeitig erzählt zu bekommen.

  • HA & Enterprise-Hardware

    Cluster aus gebrauchter Serverhardware, redundant ausgelegt. Ausprobiert, wo Ausfälle wehtun, aber niemandem die Rechnung platzt.

// projekte

Woran ich gerade baue

Zwei Projekte nehmen den größten Teil meiner Freizeit ein – und ich würde beide sofort wieder anfangen.

W2TJ – Welcome 2 the Jungle

Orga & IT-Infrastruktur · seit 2013

« Zusammen zocken + Special Event »

Zweimal im Jahr verwandeln wir das Maximilian-Kolbe-Haus in Seligenstadt-Froschhausen in eine LAN-Party für rund 60 Leute plus Orga-Team. Drei Tage Zocken, Poker, Konsolen-Playzone und jedes Jahr ein neues, meist körperlich anstrengendes Special.

Ich verantworte die komplette IT-Infrastruktur: Netzwerk, Server, Monitoring, Gameserver, Aufbau und Abbau. Vor allem aber ist die W2TJ mein Lernfeld – hier sind meine ersten HA-Gehversuche mit Enterprise-Hardware, Proxmox und Ceph entstanden.

  • Netzwerk
  • Proxmox
  • Ceph
  • Gameserver
  • Monitoring
w2tj.net
Mein Orga-Platz mit Monitoring-Dashboards während der LAN
Das Orga-NOC während der Party: Dashboards, Gameserver, Kaffee.
Stephan am Orga-Platz mit W2TJ-Bändchen am Handgelenk
Kurz vor dem Aufbau – das Bändchen ist schon dran.

LAN.party

Gründer & Betreiber · seit 2024

« The Global LAN Party Community »

Angefangen hat es mit einem Versehen: Ich habe die Domain aus Versehen gekauft. Weil sie dann schon mal da war, ist daraus ein Community-Hub geworden.

Heute findet man dort eine Liste von LAN-Partys aus aller Welt inklusive Karte, eine kleine, aber feine Discord-Gemeinde und ein paar Services auf Subdomains, die LAN-Orgas das Leben leichter machen.

  • Event Map
  • Discord Gameserver Notifier
  • FlowGauge
LAN.party

// timeline

Mein LAN-Werdegang

  1. mit 16

    Die erste öffentliche LAN

    Rechner eingepackt, hingefahren, angefixt. Die goldene Ära der frühen 2000er hatte ich verpasst – die Faszination nicht.

  2. davor & danach

    Counter-Strike-Server fürs Clan

    Der erste eigene Server. Der unfreiwillige Startschuss für alles, was danach kam.

  3. 2013

    Ab ins Orga-Team der W2TJ

    Mein erstes Orga-Team überhaupt: die W2TJ. Eine regionale LAN mit 50 bis 60 Gästen, ich zuständig für Netzwerk und Serverhosting. Seitdem zweimal im Jahr.

  4. 2014 – 2017

    Klopperhoppel – die eigene LAN

    Der Versuch, eine eigene LAN-Party zu etablieren. Viermal haben wir im „Clubraum Keller“ in Karben rund 20 Gäste zusammenbekommen. Der große Durchbruch wurde es nicht – dafür hatten wir echtes Keller-Feeling.

  5. 2021 – 2025

    NorthCon

    Fünf Jahre im Team einer deutlich größeren Nummer: über 1.300 Gäste. Anderer Maßstab, gleiche Begeisterung.

  6. 2024

    LAN.party geht online

    Aus einem Domain-Fehlkauf wird ein Community-Projekt mit Event-Liste, Discord und eigenen Services.

  7. heute

    Weitermachen

    Zwei LANs im Jahr, ein wachsendes Community-Projekt und immer noch dieselbe Frage: Geht das nicht noch etwas redundanter?

// beruflich

Kurzfassung, ehrlich

Gaming hat mich in die IT gebracht: Der Counter-Strike-Server fürs Clan war der Einstieg ins Thema. Und einmal ist daraus sogar direkt ein Arbeitsplatz geworden – über Warface bin ich für ein Jahr bei Crytek gelandet.

Die praktische Grundlage dafür hat die W2TJ gelegt. Was ich dort zwischen Aufbau und Abbau gelernt habe, nutze ich heute jeden Arbeitstag – vor allem alles rund um Netzwerk, Linux und Virtualisierung.

Mehr Details zum beruflichen Werdegang gibt es dort, wo sie hingehören: